Über Planung und Montage


Über Planung und Montage

 

Was ist bei Planung und Montage zu beachten?


Neben gestalterischen Aspekten sollten folgende technische Hinweise bei der Auswahl einer geeigneten Schornsteinkopfverlängerung berücksichtigt werden.

 

Auswahl der Länge des Schornsteinaufsatzes: Je länger der Aufsatz desto besser tendenziell auch der resultierende Schornsteinzug. Sofern der vorhandene Schornstein unterhalb eines nahegelegenen Firstes oder sonstiger Dachaufbauten endet, sollte die Mündung des Aufsatzes zukünftig oberhalb des Firstes liegen. Dadurch können negative Windeinflüsse, z. B. durch Staudrücke, vermieden werden, die den Schornsteinzug behindern können.


Auswahl Durchmesser bzw. lichte Weite der Verlängerung: Die meisten gemauerten Bestandsschornsteine haben ein rechteckiges oder quadratisches Profil, welches sich aus den Abmessungen der verwendeten Steine ergibt. Bestandsschornstein und der Sockel der Verlängerung sollten in etwa die gleichen Querschnittsflächen haben. Vermeiden Sie im Kopfbereich größere Querschnittsverengungen, weil sonst der Schornsteinzug leidet.

 

Reinigung der Schornsteine: Oft reinigt der Schornsteinfeger vom Schornsteinkopf aus. Wenn die Verlängerung sehr hoch werden soll, gibt es evtl. Schwierigkeiten bei der Erreichbarkeit der Mündung. In solchen Fällen sollte ein Reinigungsöffnung im Spitzboden oder über Dach unterhalb der Verlängerung geschaffen werden. Dadurch lassen sich auch mögliche Beschädigungen der keramischen Aufsätze durch unvorsichtige Feger arbeiten vermeiden. Besprechen Sie das im Zweifel im Vorfeld mit Ihrem lokalen Schornsteinfeger.

Der Schornstein muss sich bautechnisch in einem guten Zustand befinden, ggf. führen Sie im Zuge der Montage der Kopfverlängerung gleich eine fällige Sanierung durch, sofern sich die Bausubstanz in einem schlechtem Zustand befindet. Der vorhandene Schornsteinkopf muss statisch tragfähig sein und die zusätzlichen Windlasten aufnehmen können.

Der Schornsteinaufsatz sollte sorgfältig auf dem vorhandenen Schornsteinkopf befestigt werden, um sicheren Stand auch bei starkem Wind zu gewährleisten. Dazu sollte der Aufsatz mindestens 12,5 cm oder 1/4 seiner Gesamtlänge in die vorhandene Schornsteinabdeckplatte eingelassen und dort vermörtelt bzw. vergossen werden. Wählen Sie im Zweifel das größere Maß (12,5 cm bzw. 1/4 der Länge).



 



Wenn der gemauerte Schornsteinzug wesentlich kleiner ist als der gewählte Schornsteinkopfaufsatz, empfiehlt sich evtl. die Montage eines Dehnfugenbleches, dessen oberer Stutzen bis zur Mündung des Aufsatzes reicht. Dadurch wird u. a. einer starken Entschleunigung der Abgase im Mündungsbereich und damit zusammenhängender Windempfindlichkeit vorgebeugt. Wichtig: Es darf sich dabei keine größere Menge Wasser zwischen Blech und Aufsatz sammeln und aufstauen.

Den Raum zwischen Dehnfugenblech und Innenseite des Aufsatzes nicht mit Mörtel oder ähnlichem verfüllen. Das Dehnfugenblech vergrößert seinen Umfang bei Temperaturerhöhung. Wenn Material zwischen Blech und Aufsatz eingebracht wird, kann das Dehnfugenblech sonst den Aufsatz sprengen.



Sofern die Montage des Aufsatzes auf einem moderneren 2- bzw. 3-schaligen System-Schornstein erfolgen soll, kann die Verwendung eines kurzen Dehnfugenbleches auch sinnvoll sein. Berücksichtigen Sie bei der Montage auf solchen Schornsteinen immer, dass sich das keramische Innenrohr des Schornsteins bei Betriebstemperatur frei und einige Millimeter ausdehnen können muss.



Wenn der gemauerte Schornstein durch Einzug eines Edelstahlrohres oder einer Kunststoffleitung für Brennwertfeuerungen mit geringem Durchmesser schon saniert wurde verlängern Sie dieses Rohr möglichst bis zur Mündung des Schornsteinkopfaufsatzes.

Auch hier gilt: Kein Material zwischen Rohr und Aufsatz einbringen, denn das Sanierungsrohr möchte sich bei Temperaturbelastung bewegen und kann sonst den Aufsatz beschädigen



Planungs- und Montagehinweise Schornsteinhaube und Lüfterhaube


Wenn die Hauben mit einem Aufsatz kombiniert werden sollen, prüfen Sie bitte anhand der Maßangaben, ob der Sockel der Haube in den gewählten Aufsatz passt. Die Hauben werden dann zur Montage einfach eingeschoben.

Eine Schornsteinhaube wird auf einem Aufsatz am besten mit temperaturbeständigem Säurekitt vermörtelt. Für die Montage einer Lüfterhaube ist Bausilikon empfehlenswert. Dadurch ist gewährleistet, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Haube mithilfe eines scharfen Messers wieder entfernt werden kann, sofern der Schornstein wieder in Betrieb genommen werden soll.